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Grundsatzprogramm der SPÖ-Linke PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: SPÖ-Linke   
Donnerstag, den 22. April 2010 um 10:42 Uhr

Auf dem Bundesweiten Aktionstreffen der SPÖ-Linke am 10. April in Linz wurde folgendes Programm beschlossen:

Die SPÖ-Linke will alle linken, sozialdemokratischen Kräfte in der SPÖ einen und diesen Flügel nachhaltig sichtbar machen. Die Partei hat sich ideologisch vollständig von ihren Wurzeln entfernt, wofür die Personen in der Parteispitze nur ein Ausdruck sind. Daher braucht es einen fundamentalen Neustart, den wir nun erkämpfen und gestalten müssen.

In den letzten Jahren hat die SPÖ ohne Widerspruch ÖVP-Politik mitgetragen. In der Koalitionsregierung sind keine sozialdemokratischen Inhalte erkennbar. Daher fordert die SPÖ-Linke einen Neustart, eine Rückkehr zu den Ideen, Methoden und Werten, die uns als Partei der arbeitenden Menschen einst groß und stark gemacht haben.

Angesichts der Krise und ihrer Folgekosten in Form ausufernder Staatsverschuldung ist eine starke und kämpferische Sozialdemokratie notwendiger denn je. Die aktuelle Wirtschaftskrise zeigt, dass der Kapitalismus nicht funktioniert. Jahrelang wurde der freie Markt gepredigt – heute aber schreit das Kapital nach dem „Staat“ und unseren Steuergeldern, um dieses gescheiterte Wirtschaftsmodell am Laufen zu halten. Was es heute braucht, ist ein Systemwechsel. Eine andere Welt, in der die Bedürfnisse der Menschen und nicht die Logik der Profitmaximierung das Maß aller Dinge sind, ist nötig.

1. Eure Krise zahlen wir nicht!

Die Krise ist von jenen zu bezahlen, die sie verursacht haben! Daher fordern wir:

  • Vermögenssteuer
  • Finanztransaktionssteuer
  • reformierte Erbschafts- und Schenkungssteuer
  • stark progressive Besteuerung von Gewinn
  • Abschaffung der Sozialversicherungshöchstbeitragsgrundlage
  • Verbot von Spekulation auf Rohstoffe
  • Vergesellschaftung der Banken, Versicherungen und Energiewirtschaft unter Kontrolle der Beschäftigten und KonsumentInnen.

Gleichzeitig muss den Versuchen, die Kosten der Krise mittels Stellenabbau, Lohnkürzungen, Aufkündigung von Kollektivverträgen und Flexibilisierung der Arbeitszeit auf die Arbeitenden abzuwählen, gewerkschaftlicher Widerstand entgegengesetzt werden. Wo die Unternehmen mit der Krise weitere Verschlechterungen erzwingen wollen, dort verlangen wir Einblick in die Geschäftsbücher. Im Kampf gegen Massenkündigungen und Betriebsschließungen sind die Eigentumsfrage und die Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden pro Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich zu stellen.

2. Sozialstaat ausbauen – Vollbeschäftigung schaffen!

Weiterer Ausbau und Verteidigung des Sozialstaates gegen Angriffe der Bürgerlichen. Keine Sparpakete zur Finanzierung der Krise. Gegen Privatisierung und Ausgliederungen als Form der Enteignung der Öffentlichkeit – Daseinsvorsorge in öffentlicher Hand. Für ein öffentliches Beschäftigungsprogramm in den Bereichen Soziales, Gesundheit, Bildung, Kultur und Umwelt zur Lösung der Arbeitslosigkeit unter Kontrolle der Beschäftigten und LeistungsnutzerInnen. Abschaffung von Überstunden – Arbeitszeit so weit verkürzen, bis Vollbeschäftigung herrscht!

3. Der Jugend eine Zukunft!

Massive Investitionen in Bildung und Forschung. Für den freien Zugang zu Bildung vom Kindergarten bis zur Universität und Erwachsenenbildung bei voller sozialer Absicherung. Ausbildungs- und Arbeitsplatzgarantie für alle Jugendlichen. Recht auf Arbeit in die Verfassung.

4. Für internationale Solidarität!

Keine Beteiligung an Militäreinsätzen im Ausland – keine Aufrüstung – Kündigung der Abkommen mit der NATO – Neutralität leben: Für aktive Friedenspolitik. Gegen ein Europa des Kapitals und der Konzerne – für die europaweite Vernetzung sozialer Bewegungen. Für eine aktive EZA-Politik und für die rasche Umsetzung der Milleniums-Ziele.

5. Kein Fußbreit dem Rassismus, Neonazismus, Faschismus: Verfassungsmäßigen Schutz von Minderheiten endlich leben! Probleme erkennen – Lösungen anbieten!

Wir lehnen jede Form des Rassismus und Nationalismus ab. Die Rechten lenken damit nur von den wahren Ursachen für Armut, Arbeitslosigkeit und soziale Problem in den Schulen und Wohnvierteln ab. Alle Arbeitenden haben – egal welcher nationaler Herkunft sie auch sind – ein gemeinsames Interesse an hohen Löhnen, sicheren Arbeitsplätzen, leistbaren und schönen Wohnungen, guter Bildung und Gesundheitsversorgung. Rassistische Hetze und Gesetze, die die Arbeitenden in In- und AusländerInnen spalten, lehnen wir entschieden ab. Eine Koalition mit der FPÖ kann und darf keine Option für die Sozialdemokratie sein.

Ein Neustart der Sozialdemokratie ist nur möglich, wenn sich unsere Bewegung erneuert. Als ersten Schritt für solch einen Neustart, rufen wir alle SozialdemokratInnen auf, sich zusammenzuschließen, sich als SPÖ-Linke zu organisieren, um gemeinsam gegen Sozialabbau, Arbeitslosigkeit und Rassismus, sowie für einen Kurswechsel der SPÖ zu kämpfen.

 
Aktionstreffen der SPÖ-Linken in Linz PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: SPÖ-Linke   
Montag, den 12. April 2010 um 15:53 Uhr

Beim gestrigen ersten bundesweiten Aktionstreffen der SPÖ-Linke in Linz wurden die Weichen für den Aufbau eines linken Flügels gestellt. Mit Fotos und Videos.

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 12. April 2010 um 15:58 Uhr
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Bundesweites Aktionstreffen der SPÖ-Linken PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: SPÖ-Linke   
Freitag, den 08. Januar 2010 um 18:07 Uhr

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Auf nach Linz!


Die Wirtschaftskrise und deren Auswirkungen stellen die ArbeiterInnenbewegung vor schwierige Aufgaben. Während Kurzarbeit, Betriebsschließungen, Entlassungen und Arbeitslosigkeit für viele ArbeitnehmerInnen zum Alltag geworden sind, stellt sich immer mehr die Frage, wer denn nun für diese Krise bezahlen wird.


Die Wirtschaftskrise und deren Folgekosten haben ein Loch von 11 Mrd Euro in den Staatshaushalt gerissen und dieses Geld soll in den nächsten Jahren eingespart werden. Von bürgerlicher Seite wird schon laut über die Anhebung der Mehrwertsteuer und die Senkung von Sozialausgaben nachgedacht. Uns so zeigt sich immer deutlicher, dass wir vor großen Verteilungskämpfen stehen.


Die SPÖ ist darauf nicht vorbereitet. Ideologisch und personelle abgewirtschaftet mit einem Bundeskanzler der sich der Politik der ÖVP unterordnet, hat sich die SPÖ in den letzten 2 Jahren noch mehr von den Interessen der ArbeitnehmerInnen entfernt und kann den Angriffen auf die Errungenschaften der ArbeiterInnenbewegung nichts entgegen halten.


Wir sind der Meinung, dass es eine starke linke Kraft braucht um diesen Verteilungskämpfen entgegen zu treten. Ansonsten werden die Krise und deren Folgekosten auf uns alle abgewälzt werden. Es braucht einen fundamentalen Neustart in der SPÖ, den wir erkämpfen und gestalten müssen, ansonsten droht eine weitere Schwächung der ArbeiterInnenbewegung und ein Erstarken der rechten Parteien.


Dabei wollen wir nicht tatenlos zusehen. Wir wollen nicht resignieren und uns ins „Privatleben“ zurückziehen. Wir sehen uns in der Tradition einer kämpferischen ArbeiterInnenbewegung und wollen für eine Welt eintreten in der das Wohl der Menschen das Maß aller Dinge ist.


Deshalb treffen wir uns am 10. April in Linz zum bundesweiten Aktionstreffen der SPÖ-Linken. Dort wollen wir uns beraten, diskutieren und die Schritte für die nächsten Monate planen.

 

Freundschaft!


Tagesordnung:

* Was ist die SPÖ-Linke? Was will sie? Allgemeine Diskussion
* Wie bauen wir die SPÖ-Linke auf? Welche Kampagne organisieren wir nach der Konferenz? Berichte aus den Bundesländern
* Wie soll die SPÖ-Linke strukturiert sein?
* Wahl der SprecherInnen


Abendveranstaltung: ArbeiterInnenliedersingen mit Angelika Sacher & Klaus Bergmaier

Anmeldungen unter: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder online.

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 08. März 2010 um 21:40 Uhr
 
SPÖ-Linke begrüßt Denkfabrik als "äußert wichtigen Schritt" und nimmt aktiv teil PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: SPL   
Dienstag, den 12. Januar 2010 um 10:53 Uhr

Anlässlich des morgen stattfindenden Kick-Offs der "Denkfabrik" gibt die SPÖ-Linke ihre aktive Teilnahme und volle Unterstützung für das ambitionierte Projekt des SJ-Vorsitzenden Wolfgang Moitzi bekannt.

"Die Denkfabrik ist ein äußerst wichtiger Schritt im Erneuerungsprozess der Partei, wir begrüßen das und nehmen aktiv daran teil." Zahlreiche Mitglieder und AktivistInnen der SPÖ-Linke wie z.B. Erwin Buchinger und Rudolf Fußi werden aktiv an der Denkfabrik teilnehmen und versuchen einen wertvollen Beitrag zur Neuausrichtung der SPÖ zu leisten.

KICK OFF Denkfabrik

Mittwoch, 13.1.2009

Rabenhoftheater, Wien, Beginn: 19 Uhr

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 07. März 2010 um 19:48 Uhr
 
Politischer Auftakt ins Jahr 2010 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: RF   
Freitag, den 08. Januar 2010 um 10:54 Uhr

Politischer Auftakt ins Jahr 2010 der SP-Linke

Podiumsdiskussion "Warum die SPÖ linke Politik braucht"

Es diskutieren: Barbara Blaha (ehem. ÖH-Vorsitzende, Leiterin Momentum),Erwin Buchinger (Behindertenanwalt, Sozialminister a.D.), Kurt Flecker (Landtagspräsident Stmk), Werner Schneyder (Kabarettist, Journalist), Rudolf... Fußi (SPÖ-Linke)

Moderation: Peter Huemer (Journalist, Publizist)

Ein hochkarätiges Podium diskutiert und versucht neue Wege anzudenken. Sei mit dabei!

Podiumsdiskussion "Warum die SPÖ linke Politik braucht"
Die Zukunft der Sozialdemokratie ist links!
Zeit:Mittwoch, 27. Januar 2010 19:30
Ort:wirtschaftsmuseum, 1050 Wien, Vogelsanggasse 36
 
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